„Du bist nicht mehr dort, wo du warst. Aber du bist überall, wo wir sind.“
Victor Hugo
Mit großer Erschütterung und tiefer Traurigkeit müssen wir mitteilen, dass unser geschätzter Kollege und Freund Dr. Martin Watzenböck, PhD viel zu früh von uns gegangen ist.
Von klein auf war die Wissenschaft seine Leidenschaft und er träumte davon „Naturforscher“ zu werden. Während eines zweijährigen Aufenthalts in Botswana erkannte er mit nur sieben Jahren, dass die englischen und deutschen Bezeichnungen der lokalen Schlangenarten über die Verwendung der lateinischen Nomenklatur vereinheitlicht werden können und er lernte diese auswendig. Dieses Streben nach Wissen und seine Neugier begleiteten ihn sein ganzes Leben und zeichneten ihn aus.
Sein Talent für Mathematik und Sprachen war herausragend. Komplexe Zusammenhänge erkannte und löste er mit virtuoser Leichtigkeit, dabei war er immer einfühlsam und hatte ein offenes Ohr für sein Umfeld.
Das Medizinstudium führte ihn zunächst nach Innsbruck, welches er 2014 erfolgreich abschloss. Sein wissenschaftliches Interesse galt besonders der molekularen Medizin. Mit großer Hingabe widmete er sich deshalb einem PhD-Studium am CeMM in Wien und schloss dieses unter der Leitung von Prof. Sylvia Knapp 2023 erfolgreich ab.
Zu dieser Zeit fand er auch seine zweite große Leidenschaft: die Radiologie. So begann er parallel zu seinem PhD eine Ausbildung an der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin der Medizinischen Universität Wien/ Universitätsklinikum AKH Wien.
Vom ersten Tag an beeindruckte Martin in unserem Team mit seinem außergewöhnlichen Wissen, seinem scharfen Blick und seinem schnellen, präzisen Denken. Seine Befunde waren klar, sicher und verlässlich. Der erfolgreiche Abschluss seiner Facharztprüfung im Februar 2025 war für ihn ein bedeutender Meilenstein und für uns alle eine Selbstverständlichkeit angesichts seines Könnens.
Doch neben all seinem professionellen Talent war Martin vor allem ein Mensch, der das Leben mit offenen Armen annahm - ob in den Bergen, beim gemeinsamen Sport oder bei humorvollen Abenden mit Freunden und Familie.
Seine Herzlichkeit und sein Lachen machten jeden Augenblick mit ihm besonders. Seine freundliche, ruhige Art und seine ehrliche Anteilnahme machten ihn zu mehr als einem Kollegen; er war ein Freund.
Martin hat unsere Gemeinschaft fachlich wie menschlich geprägt. Wir sind dankbar, ihn gekannt zu haben.
Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten seiner Familie und allen Menschen, die ihm nahestanden.
Die Kolleg:innen der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin