
Strahlenschutzausbildung für anwendende Fachkräfte und die an den praktischen Aspekten medizinisch-radiologischer Verfahren beteiligten Personen
gemäß §126 Abs.1 Z1 Strahlenschutzgesetz 2020 - StrSchG 2020, BGBL.I Nr. 50/2020, gemäß § 9 Abs 2 iVm Anlage 2 Medizinische Strahlenschutzverordnung 2018 - MedStrSchV, BGBL. II Nr. 353/2017 i.d.g.F.
Der Kurs richtet sich an anwendende Fachkräfte der Medizinischen Universität Wien. Gemeint sind damit Personen, die die klinische Verantwortung für einzelne radiologische Verfahren wie Röntgen- oder Durchleuchtungsaufnahmen oder für interventionellen Eingriffe unter Durchleuchtungskontrolle haben, die jedoch keine Strahlenschutzausbildung während der spezifischen Fachausbildung absolviert haben. Im Detail können das Fachärzt:innen für Chirurgie, Innere Medizin, Pulmologie, Kardiologie, Neurochirurgie, Orthopädie, Traumatologie und Urologie sein. Diese Personen müssen laut der Medizinischen Strahlenschutzverordnung i. d. g. F. über eine anerkannte Ausbildung in den betreffenden Anwendungen und über anwendungs-spezifische Kenntnisse im Strahlenschutz verfügen. Die gemeinschaftlich von der Universitätsklinik für Radiologie und dem Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik abgehaltene Veranstaltung erfüllt die gesetzlichen Vorgaben zur Strahlenschutzausbildung für anwendende Fachkräfte gemäß §126 Abs.1 Z1 StrSchG 2020, BGBL.I Nr. 50/2020, gemäß § 9 Abs 2 iVm Anlage 2 MedStrSchV, BGBL. II Nr. 353/2017 i.d.g.F.
Programm
Kursinhalt
• Grundausbildung
a. Strahlenbiologie und Strahlenrisiko
b. Rechtliche Grundlagen
c. Überweisungsleitlinien für die medizinische Bildgebung
d. Klinische Kontrollen
e. Röntgeneinrichtungen
f. Bildqualität
g. Dosisgrößen
h. Schutzmaßnahmen für Personal und Patientinnen/Patienten unter Berücksichtigung von Kindern, Erwachsenen und Schwangeren
• Ausbildung für Röntgenaufnahmen
a. Grundlagen von radiografischen Bildgebungssystemen
b. Optimierung von Bildqualität und Dosis
c. Qualitätssicherung
d. Diagnostische Referenzwerte für Röntgenaufnahmen
e. Demonstration der Abhängigkeit der Bildqualität von der Dosis
• Ausbildung für Durchleuchtungen
a. Grundlagen von Durchleuchtungssystemen
b. Strahlengeometrie
c. Strahlenschutzfunktionen von Durchleuchtungsgeräten
d. Qualitätssicherung
e. Diagnostische Referenzwerte für Durchleuchtungen
f. Demonstration der Auswirkung von Untersuchungsparametern
g. Schutzmaßnahmen auf die Dosis von Patientinnen/Patienten und Personal
• Ausbildung für interventionelle Eingriffe in der Dauer von mindestens sechs Stunden, davon drei Stunden praktische Demonstrationen
a. Grundlagen von Durchleuchtungssystemen
b. Strahlengeometrie
c. Strahlenschutzfunktionen von Durchleuchtungsgeräten
d. Qualitätssicherung
e. Diagnostische Referenzwerte für interventionelle Eingriffe
f. Optimale Untersuchungsprotokolle für verschiedene interventionelle Eingriffe
g. Grenzwerte für die Haut- und Augenlinsendosis sowie Messung dieser Dosen
h. Demonstration der Auswirkung von Untersuchungsparametern und komplexen spezifischen Schutzmaßnahmen auf die Dosis von Patientinnen/Patienten und Personal
Programm:
1. Tag – Online – Präsentation
• Physikalische Grundlagen des Strahlenschutzes (2 Unterrichtseinheiten). Der Link wird am Vortag zur Verfügung gestellt.
• Strahlenbiologie und Strahlenrisiko
• Röntgeneinrichtungen, Bildqualität und Dosisgrößen
• Grundlagen von radiografischen Bildgebungssystemen,
• Optimierung von Bildqualität und Dosis und Qualitätssicherung
• Grundlagen von Durchleuchtungssystemen, Strahlengeometrie, Strahlenschutzfunktionen von Durchleuchtungsgeräten und Qualitätssicherung
2. Tag: Theoretischer Unterricht – 9:00 bis 11:30 Uhr(3 Unterrichtseinheiten)
• Rechtliche Grundlagen
• Überweisungsleitlinien für die medizinische Bildgebung
• Klinische Kontrollen
• Optimierung von Bildqualität und Dosis
• Diagnostische Referenzwerte für
Röntgenaufnahmen
Durchleuchtungen
Interventionelle Eingriffe
• Grenzwerte für die Haut- und Augenlinsendosis sowie Messung dieser Dosen
• Schutzmaßnahmen für Personal und Patientinnen/Patienten unter Berücksichtigung von Kindern, Erwachsenen und Schwangeren, bei Röntgenaufnahmen und Durchleuchtungen
2. Tag: Praktische Übungen 12:30 bis 16:00 (4 Unterrichtseinheiten)
• Demonstration der Abhängigkeit der Bildqualität von der Dosis bei Röntgenaufnahmen
• Demonstration der Auswirkung von Untersuchungsparametern bei Durchleuchtungen
• Demonstration der Strahlenschutzfunktionen von Durchleuchtungsgeräten
• Optimale Untersuchungsprotokolle für verschiedene interventionelle Eingriffe
• Demonstration der Auswirkung von Untersuchungsparametern und komplexen spezifischen Schutzmaßnahmen auf die Dosis von Patientinnen/Patienten und Personal
Anmeldung
Anmeldung:
Per Mail: wolfgang.birkfellner@meduniwien.ac.at
Kursbeitrag inklusive Lernunterlagen und Ausbildungsbescheid
• 250 Euro pro Person und Termin
Zahlungsbedingungen:
• Zahlbar bis spätestens 1 Woche vor Kursbeginn.
• Stornierung bis 1 Woche vor Kursbeginn: Die Kursgebühren werden rückerstattet.
• Stornierung ab 1 Woche vor Kursbeginn oder Fernbleiben: Die Kursgebühren werden nicht rückerstattet.
Abschluss:
Teilnahmebestätigung nach bestandener schriftlicher Prüfung als Erfolgsnachweis gegenüber der Strahlenschutzbehörde per Bescheid 2025 – 0.513.510, ausgestellt durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz am 1.6.2025.
Kursleitung:
Priv.-Doz. Dr. Azadeh Hojreh
Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Birkfellner
Praktische Übungen: DI Elisabeth Salomon, PhD